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Atelier Heinzel - Projekt “Sich in die Arme nehmen”


Infos zum Projekt

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Ich besitze die Aufmerksamkeit ,
meine Umgebung zu Fühlen,
mich ihr Flexibel anzupassen,
um sie Kreativ zu gestalten,
in der Hoffnung 
sie zu Berühren und Anzunehmen 
um Ihr Wissen mit anderen zu Teilen,
damit ich in der Lage bin zu
Handeln und zu Leben für
das große Ganze.

Dies sind die zehn Würfel,
aus denen eine Figur besteht,
sechs in der Höhe
und zwei für jeden Arm.

Dietmar Heinzel
 

…sich in die Arme nehmen… Gedanken ...

Was bedeutet es eigentlich, jemanden in die Arme zu nehmen?

Es gibt viele Möglichkeiten …
Es ist schon erstaunlich, wir haben für fast alles eine Maschine: Kaffee-, Wasch- und Spülmaschine, Auto usw. Wir haben sogar Denk- und Kommunikationsmaschinen
sowie Orientierungsmaschinen entwickelt.
Eigentlich müssten wir die glücklichsten Menschen sein und unheimlich viel Zeit
zum Spielen und Lieben haben.
Aber warum ist das nicht so?
Haben wir vielleicht auf diesem Wege etwas verloren, das wichtig sein könnte?
Ich zumindest glaube es schon.

Bei der ganzen Hetze nach Karriere und Geld, vergisst man Dinge, die so klein und
so unscheinbar sind, dass man sie einfach übersieht. Sie kosten fast keine Zeit und
schon gar kein Geld. Aber dennoch erhalten sie unser Leben.

Ich bemerkte, dass es mir unheimlich viel Freude bereitet, meine lieben Bekannten
und Freunde zur Begrüßung und zum Abschied herzlich in die Arme zu nehmen.
Aus meiner Sicht als Mann, natürlich am liebsten die Frauen, aber es geht auch mit Männern. Ist aber schwieriger, denn sie haben mehr Angst.

Es ist schon bewundernswert, dass eine kleine Umarmung eine energietankende Pause sein kann. Sie ist einfach ein herzliches Zeichen der Verbundenheit, Zugehörigkeit, Gemeinschaft, Mitteilung und vieles mehr.
In der Auseinandersetzung mit anderen zu diesem Thema, sammelte ich Erfahrungen:

Anfang des Jahres war eine Inderin zu Besuch in Deutschland, die es sich zur
Aufgabe gemacht hat „Leute in die Arme zu nehmen“. Der Grund für dieses Anliegen
liegt darin, dass sie als junges Mädchen aus der Familie verstoßen worden war, weil sie sich erdreistet hatte, einen Mann aus einer höheren Kaste zu umarmen. Mittlerweile hat sie ca. Zweimillionen Menschen umarmt und allein in Deutschland bei zwei Veranstaltungen wieder Zwanzigtausend dazu gewonnen.

Alljährlich findet am 21. Januar der „Weltumarmungstag“ statt, der von dem amerikanischen Pfarrer Kevin Zaborney vor nunmehr siebenundzwanzig Jahren ins Leben gerufen wurde.

Des Weiteren erzählte mir jemand, dass sich mehr als 60zig Prozent der Besucher in einem Bordell lediglich in die Arme nehmen lassen.
In der Rheinischen Post las ich, dass sich jährlich allein in Deutschland weit über zehntausend Menschen das Leben nehmen.

Als ich das alles erfuhr, hat sich in meinem Kopf ein Schalter umgelegt.

Der Bedarf an Psychologen hat in den letzten Jahren drastisch zugenommen. Immer mehr Kinder rasten aus. Kann es sein, das wir es verlernt haben, uns anderen mitzuteilen. Das heißt miteinander zu teilen, was wir sowohl an Freude als auch an Leid erfahren.

Nach allen diesen und mehr Begebenheiten, wurde mir die Dringlichkeit bewusst, wie wichtig vielleicht solche Kleinigkeiten wie eine einfache Umarmung sein könnten.
Eine Kleinigkeit, die mitunter nur wenige Sekunden dauert und keinen Cent kostet.

Was haben wir mit allen Menschen gemein? Was geschieht wenn Menschen großes Leid widerfährt oder wenn ihnen große Freude geschenkt wird? Sie nehmen sich in die Arme um diese gewaltigen Gefühle zu teilen, weil sie überwältigt sind.

Aus diesem Grund hatte ich mir in den Kopf gesetzt, ein Kunstwerk zu erschaffen, das uns symbolisch daran erinnert, uns und unsere Lieben z.B. auch mal wieder in die Arme zu nehmen.

Es sollte ein Symbol sein, das viele Menschen sehen und besitzen dürfen. Das aus den unterschiedlichsten Materialien besteht, die immer auch konträr zueinander stehen und ein neues Ganzes bilden.

Die geometrische Darstellung passt gut in unsere Zeit, weil wir durch die technischen Errungenschaften zu eckigen Klötzen geworden sind, die sich danach sehnen, in die Arme genommen zu werden.

Dietmar Heinzel


 

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